Oscars 2026: Ein deutscher Film mit echten Chancen
„Die Schwere der Luft" ist nominiert — und Branchenkenner trauen ihm zwei Statuetten zu.

Als die Nominierungen verkündet wurden, jubelten in München die Produzenten. „Die Schwere der Luft" — ein leiser, in Schwarzweiß gedrehter Film über eine Berliner Familie zwischen 1989 und 2005 — schaffte es in zwei der wichtigsten Hauptkategorien. Nicht in eine. Nicht in „Bester Internationaler Film". Sondern direkt in den Hauptwettbewerb.
Das hat es zuletzt 2007 gegeben. Damals mit Florian Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen". Was den Film besonders macht, ist seine Zurückhaltung: Es gibt keine großen Szenen, keine emotionalen Höhepunkte im klassischen Sinne. Dafür viele lange, ruhige Einstellungen — und einen Sound, der laut US-Kritikern „in dieser Form selten zu hören ist".
Die Hauptdarstellerin Almut Wenger, 36, war bislang vor allem in deutschen Independent-Produktionen zu sehen. Ihre Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin" hat selbst sie überrascht, wie sie in einem ersten Statement gegenüber dem Bayerischen Rundfunk verriet. „Ich dachte, jemand wollte mich veräppeln, als die Liste kam."
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