Acht Stunden? Vergessen Sie es. Was Schlafforscher heute wissen
Eine Heidelberger Studie räumt mit drei der hartnäckigsten Schlaf-Mythen auf.

„Acht Stunden Schlaf sind gesund." — Falsch, sagt eine neue Untersuchung der Universität Heidelberg mit 14.000 Teilnehmern. Was wirklich zählt, ist nicht die Dauer, sondern eine Kombination aus drei Faktoren, die kaum jemand auf dem Schirm hat.
Das Ergebnis hat selbst die Studienleiter überrascht. „Wir hatten erwartet, dass die Schlafdauer ein zentraler Prädiktor bleibt", sagt die leitende Forscherin Dr. Lia Frenzel. „Tatsächlich ist sie weit weniger wichtig als die Schlaf-Konsistenz, die nächtliche Herzratenvariabilität und ein dritter Faktor, der bislang in keinem populären Schlafratgeber prominent vorkommt."
Begleitend wurde eine Befragung durchgeführt: 76 % der Teilnehmer hielten die „8-Stunden-Regel" für wissenschaftlich erwiesen. 41 % gaben an, sich „regelmäßig schlecht zu fühlen", weil sie diese vermeintliche Regel nicht einhalten könnten. Genau hier liegt das eigentliche Problem.
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